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Willkommen

„Wie geht das Leben nach meiner Amputation weiter?“ - Wir alle haben eines Tages vor dieser Frage gestanden. Jeder kann für sich allein nach Antworten suchen.

Unsere Erfahrung ist aber eine andere: In einer Gruppe mit Menschen, die vor den gleichen täglichen Herausforderungen stehen, findet man schneller und bessere Lösungen. Darum haben wir April 2005 diese Selbsthilfegruppe gegründet und laden Sie herzlich dazu ein, mit uns Kontakt aufzunehmen. Oder kommen Sie einfach gleich beim nächsten Treffen einmal bei uns vorbei.

Wo und wann, das sehen Sie in unserem Kalender. Wir freuen uns auf Sie.

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Die Selbsthilfegruppe macht Sommerpause. In den Monaten Juli und August finden keine Monatstreffen statt.

Wir starten wieder am 25. 09. 2018, 18.00 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Hemmingen mit einem Vortrag von Herrn Rechtsanwalt  Ralf Müller, Gütersloh, Fachanwalt für Sozialrecht mit dem Thema:  

„Patientenrechte
bei der Hilfsmittelversorgung

– mein Recht auf
eine gute Prothesenversorgung“ 

 

Bericht über den Informationsbesuch von Mitarbeiter*innen der Sahlgrenska Universität Göteborg vom 03.05-04.05.2018

 Zweck des Besuchs

Festigung der während der Reise der Selbsthilfegruppe (SHG) für Arm- und Beinamputierte in der Region Hannover vom 12.05.-15.05.2016 geknüpften Beziehung und fachlicher Austausch.

Tag 1

03.04.2018, 10.00-22.00: Besuch der Fa. Ottobock in Duderstadt.

Teilnehmer*innen: 2 Ärztinnen, 1 Professorin für Physiotherapie und 1 Ingenieurin der Sahlsgrenska Universität; 6 Mitglieder der SHG; 8 Mitarbeiter*innen der Klinik für Rehabilitationsmedizin der MHH

Nach einer Firmenpräsentation wurden die Unterschiede der verschiedenen prothetischen Versorgungsmöglichkeiten im Rahmen einer PowerPoint-Präsentation aufgezeigt.

Anschließend wurden die Unterschiede des C-Legs und des Geniums anhand von zwei beinamputierten Mitarbeitern von Ottobock im Ganglabor vorgeführt. Dies bezog sich vor allem auf sportliche Aktivitäten (z.B. Fahrradfahren), Treppensteigen und unterschiedliche Gehgeschwindigkeiten sowie Sturzvermeidung.

Nach dem Mittagessen gab es eine ausführliche Firmenführung mit anschließender Präsentation der rechtlichen Bedingungen und praktischen Umsetzung der prothetischen Versorgung in Deutschland. Hier wurde beispielsweise erwähnt, dass in Deutschland jährlich 18.000 Majoramputationen durchgeführt werden – wobei nur 50% davon eine prothetische Versorgung erhalten. Über diejenigen, die keine prothetische Versorgung erhalten, herrsche Unklarheit. In den meisten Fällen seien es ältere Menschen, die vermutlich in Pflege leben. Des Weiteren moniert die Fa. Ottobock, dass jedes Akutkrankenhaus amputiere sowie jede Rehaklinik auch amputierte Menschen rehabilitiere, gleichwohl in vielen Fälle die Kompetenz, aufgrund der geringen Fallzahlen nicht vorhanden sei. Die Fa. Ottobock ist derzeit dabei ein Register derjenigen Rehabilitationskliniken zu erstellen, die häufiger Menschen nach Beinamputationen versorgen.

Nach einem gemeinsamen Abendessen und einem netten Austausch im Hotel zum Löwen ging es wieder zurück nach Hannover.

Gruppenfoto vor dem Hauptgebäude der Fa. Ottobock in DuderstadtGruppe


Tag 2

04.05.2018, 10.00-22.00: Besuch MHH und Präsentationen

Teilnehmer*innen: 2 Ärztinnen, 1 Professorin für Physiotherapie und 1 Ingenieurin der Sahlsgrenska Universität; 1 norwegische Physiotherapeutin; 3 Mitglieder der SHG; 7 Mitarbeiter*innen der Klinik für Rehabilitationsmedizin; 1 PMR-Arzt aus München, jeweils 1 Physiotherapeut von Brandes & Diesing sowie John & Bamberg; jeweils 1 Orthopädiemechaniker-Meister von Brandes & Diesing sowie John & Bamberg;Herr Prof. Dr. Greiteman

Morgens bis nachmittags hospitierten die beiden schwedischen Ärztinnen bei Herrn Dr. Aschoff, der an diesem Tag mehrere Patient*innen mit dem Endo-Exo-Verfahren operierte. Um 13.00 Uhr begrüßte Herr Prof. Dr. Gutenbrunner die Gäste im Namen der MHH. Im Namen der SHG Amputierte der Region Hannover begrüßte Irmgard Timpe die Anwesenden, bedankte sich für den bereits erfolgten und zukünftigen fachlichen Austausch, und adressierte die Möglichkeit des voneinander Lernens – vor allem hinsichtlich der Einrichtung eines Amputationsregisters, welches in Schweden bereits seit längerem existiert.

Im Anschluss führten Herr Dr. Schiller sowie zwei Physiotherapeutinnen die Anwesenden durch die Klinik für Rehabilitationsmedizin, im Anschluss präsentierte Herr Egen das deutsche Gesundheits- und Rehabilitationssystem. Herr Prof. Dr. Greitemann ging in seiner folgenden Präsentation auf die Rehabilitation nach Beinamputation ein. Die Zahlen von Majoramputation sind in Deutschland eher rückläufig während Amputationen am Fuß und an den oberen Extremitäten tendenziell zunehmen. Während in Deutschland derzeit die prothetische Versorgung (Interimsprothese) bereits im Akutkrankenhaus eingeleitet wird, vertritt Herr Prof. Dr. Greitemann die Meinung, dass diese innerhalb der 3-4 wöchigen Anschlussrehabilitation (AHB/AR) erfolgen solle: einerseits aufgrund der postoperativen Stumpfproblematik bei initial stark wechselnden Stumpfvolumina (postoperatives Ödem), anderseits sind technische Anpassungen einer Interimsprothese in der AR mit organisatorischen Hindernissen verbunden, wenn die Prothese/der Schaft bereits extern erstellt wurde.

Im Anschluss präsentierte Frau Briest das neue Projekt der Klinik für Rehabilitationsmedizin, das sektoren- und trägerübergreifend sowie multimodal ausgerichtet ist. Es besteht aus vier Modulen:

  1. Einsatz einer koordinierenden Instanz (Entlastung der Betroffenen vor allem von organisatorischen Hürden)
  2. Interimsphase in der Ambulanz der Klinik für Rehabilitationsmedizin vor der AR (inkl. C02-Stumpfbehandlung, Kontaktvermittlung zur SHG, Anpassung Interimsprothese sowie psychologische Unterstützung etc.)
  3. AR in der Region Hannover
  4. Vermittlung in ein zu bildendes Netzwerk in der Region Hannover (Physio- und Ergotherapeuten & Hausärzte).

Anschließend wurden nochmals die Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden vertieft.

Ab 18.00 Uhr gab es noch eine Einladung ins Restaurant Trio des Vereins zur Förderung der Klinik für Rehabilitation e.V.

 

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Die Selbsthilfegruppe Amputierte der Region Hannover nahm mit einem eigenen Stand am Selbsthilfetag teil. Es war eine sehr gute Veranstaltung, die SHG zu präsentieren und Arm- oder Beinamputierte auf Möglichkeiten einer evtl. besseren
Versorgung mit Prothesen aufmerksam zu machen. Die Firma AfB war mit einem Handikapauto vertreten. Interessierte konnten sich so vor Ort über die Möglichkeiten zur Umrüstung von Autos entsprechend ihrer Bedürfnisse informieren. Diese Möglichkeit wurde von Besuchern ausgiebig genutzt. Die Teilnahme am Selbsthilfetag war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg.

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Vortrag: Physiotherapie & Training nach Amputation

Simone Paulyn (Physiotherapeutin) zeigt in ihrem Vortrag auf, was bei Volumenschwankungen, Kontrakturen, Narben und Phantomschmerzen möglich ist. Wie kann das Sturzrisiko minimiert werden?

Was macht eine Gangschulung und ein efektives Training aus, um für den Alltag oder für sportliche Aktivitäten fit zu sein?

Am 26. Juni 2018 erfahren Sie beim Monatstreffen der Selbsthilfegruppe Amputierte der Region Hannover mehr über Therapieansätze und Behandlungsmöglichkeiten.

26.06.2018, 18:00 Uhr                                               

Bürgersaal des Rathauses Hemmingen                                                            Rathausplatz 1, 30966 Hemmingen

 

 

 

Das Thema für das Monatstrefffen am 24. April 2018 lautet:

Tanzen mit Prothese
Wir tanzen Grundschritte von Gesellschaftstänzen - kein Problem mit Prothese?!
Partner, die gern mittanzen möchten, sind herzlich Willkommen!

 
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